Elterncoaching – wieder handlungsfähig werden
Wenn das Familienleben immer häufiger von Konflikten bestimmt wird und Sie das Gefühl haben, Ihr Kind nicht mehr zu erreichen.
Mit zunehmendem Alter der Kinder verändern sich auch die Herausforderungen für Eltern. Was früher funktioniert hat, greift plötzlich nicht mehr. Gespräche enden im Streit, Regeln werden ignoriert, Grenzen führen zu heftigen Auseinandersetzungen oder das eigene Kind zieht sich immer weiter zurück.
Vielleicht erleben Sie sich zunehmend hilflos und fragen sich:
Wie erreiche ich mein Kind überhaupt noch? Wie setze ich Grenzen, ohne dass die Situation jedes Mal eskaliert? Wann muss ich konsequent sein – und wann sollte ich loslassen? Und wie können wir wieder miteinander leben, ohne ständig gegeneinander zu kämpfen?
Genau hier setzt das Elterncoaching an.
Es geht nicht darum, Ihr Kind „in den Griff zu bekommen“
Im Elterncoaching richten wir den Blick zunächst auf das, was Sie als Eltern tatsächlich beeinflussen können: Ihre eigene Haltung, Ihre Reaktionen und Ihre Präsenz im Familienalltag.
Dabei orientiert sich meine Arbeit unter anderem an den Ansätzen von Haim Omer und der Neuen Autorität.
Elterliche Präsenz bedeutet:
„Ich bin da. Ich interessiere mich für dich. Ich übernehme Verantwortung. Ich bleibe in Beziehung – und gleichzeitig stehe ich für bestimmte Grenzen ein.“
Das unterscheidet sich sowohl von einer autoritären Haltung als auch von einem immer weiteren Nachgeben.
Eltern müssen nicht jede Auseinandersetzung gewinnen. Sie können lernen, aus Eskalationsspiralen auszusteigen, Konflikte nicht zusätzlich zu befeuern und dennoch eine klare Haltung einzunehmen.
Wenn sich die ganze Familie nur noch um den Konflikt dreht
Gerade bei älteren Kindern und Jugendlichen können sich über längere Zeit Dynamiken entwickeln, in denen irgendwann alle Beteiligten nur noch reagieren.
Eltern werden strenger, weil sie sich machtlos fühlen. Jugendliche reagieren mit Widerstand oder Rückzug. Daraufhin erhöhen Eltern wiederum den Druck – und irgendwann weiß kaum noch jemand, wie man aus diesem Kreislauf herauskommt.
Im Coaching versuchen wir, diese Muster gemeinsam zu verstehen und neue Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln.
Dabei kann es beispielsweise darum gehen,
Eskalationen zu unterbrechen · Grenzen klarer zu vertreten · wieder mehr elterliche Sicherheit zu entwickeln · Provokationen anders zu begegnen · Beziehung und Führung miteinander zu verbinden · Unterstützung einzubeziehen · und wieder mehr Ruhe in das Familiensystem zu bringen.
Sie können etwas verändern – auch wenn Ihr Kind nicht mitkommen möchte
Ein wichtiger Gedanke des Elterncoachings ist: Veränderung muss nicht darauf warten, dass das Kind oder der Jugendliche bereit ist, an einem gemeinsamen Gespräch teilzunehmen.
Eltern können beginnen, ihr eigenes Verhalten und damit die Dynamik innerhalb der Familie zu verändern.
Das Ziel ist nicht die perfekte Familie und auch nicht ein konfliktfreies Zusammenleben.
Es geht darum, wieder handlungsfähig zu werden, Beziehung zu erhalten und gleichzeitig Orientierung und Grenzen geben zu können.
Elterncoaching kann hilfreich sein, wenn …
… Sie Ihr Kind zunehmend nicht mehr verstehen.
… Gespräche regelmäßig eskalieren oder kaum noch möglich sind.
… Regeln und Grenzen zu ständigen Machtkämpfen führen.
… Sie zwischen Konsequenz, Nachgeben und schlechtem Gewissen hin- und hergerissen sind.
… Sie das Gefühl haben, als Eltern an Ihre Grenzen zu kommen.
… Konflikte mit Ihrem Kind zunehmend Ihre Partnerschaft oder das gesamte Familienleben belasten.
… Sie sich wieder mehr Sicherheit darin wünschen, wie Sie Ihrem älteren Kind oder Jugendlichen begegnen möchten.
Elterncoaching bietet einen geschützten Raum, um innezuhalten, die entstandenen Dynamiken zu verstehen und einen eigenen, tragfähigen Weg im Umgang mit Ihrem Kind zu entwickeln.